Punk in Düsseldorf: von ZK zu den Toten Hosen
Seine Jugend verbrachte Andreas Frege in Düsseldorf und im nahen Mettmann.1 Ende der 1970er-Jahre erreichte der Punk das Rheinland, und in der Düsseldorfer Altstadt wurde der Ratinger Hof zum Treffpunkt der Szene. Von 1978 bis 1982 sang Frege bei der Band ZK.1
1982 gehörte er zu den Gründern der Toten Hosen.1 Mit dabei waren unter anderem die Gitarristen Kuddel und Breiti sowie der Bassist Andi. Ein Jahr später erschien das erste Album „Opel-Gang“. Die Band spielte schnellen, lauten Punk, oft mit Witz und Selbstironie, und machte sich zunächst mit Konzerten in Clubs und kleinen Hallen einen Namen.
Von „Hier kommt Alex“ bis „Tage wie diese“
Zu den bekanntesten Liedern der Band gehören „Hier kommt Alex“ und „Tage wie diese“.1 Das erste stammt von dem Album „Ein kleines bisschen Horrorschau“ aus dem Jahr 1988. Der Titelheld ist Alex, der jugendliche Erzähler aus Anthony Burgess' Roman „A Clockwork Orange“, und auch das Wort „Horrorschau“ spielt auf die Kunstsprache dieses Buches an.
In den 1990er-Jahren folgten Alben wie „Opium fürs Volk“ mit dem Trinklied „Zehn kleine Jägermeister“ und „Unsterblich“. „Tage wie diese“ erschien 2012 auf dem Album „Ballast der Republik“ und wurde zu einem der Lieder, die man auch bei Menschen kennt, die sonst wenig Punk hören. Zwischen „Hier kommt Alex“ und diesem Song liegen fast 25 Jahre, in denen sich die Toten Hosen aus dem Düsseldorfer Punkclub auf die großen Bühnen gespielt haben.
Mackie Messer, Filmrollen und Bücher
Neben der Band stand Campino auch auf der Theaterbühne und vor der Kamera.2 2006 spielte er in Berlin den Mackie Messer in Brechts „Dreigroschenoper“, inszeniert von Klaus Maria Brandauer. In Wim Wenders' Film „Palermo Shooting“ übernahm er 2008 die Hauptrolle, einen Fotografen. Für den Deutschen Dokumentarfilmpreis saß er in der Jury für Musikfilme.3
Auch als Autor ist Campino in Erscheinung getreten.1 In seinem Buch „Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erzählt er von seiner langen Verbindung zum FC Liverpool und zum englischen Fußball.
Eine deutsch-britische Geschichte
Campinos Biografie ist deutsch-britisch geprägt.1 Diese Verbindung zieht sich auch durch die Arbeit der Band: 1991 nahmen die Toten Hosen mit „Learning English, Lesson One“ ein Album mit Klassikern des britischen Punk auf, eingespielt zusammen mit Musikern aus dieser Szene.
Seine Begeisterung für den FC Liverpool ist seit vielen Jahren bekannt. Bei Campino treffen so der Düsseldorfer Punk der frühen Jahre und eine enge Bindung an die britische Musik- und Fußballkultur zusammen, ohne dass das eine das andere verdrängt hätte.
Lebenslauf von Campino
- 1962Geburt in Düsseldorf1, 2
- JugendAufgewachsen in Düsseldorf und Mettmann1
- 1978 bis 1982Sänger der Düsseldorfer Punkband ZK1
- 1982Mitgründer der Toten Hosen1
- 1988Album „Ein kleines bisschen Horrorschau“ mit „Hier kommt Alex“4
- 2008Hauptrolle in Wim Wenders' Film „Palermo Shooting“2
- 2012„Tage wie diese“ auf dem Album „Ballast der Republik“4
Campino im Steckbrief
- Name
- Campino
- Weitere Namen
- Andreas Frege
- Geboren
- 22. Juni 1962
- Geburtsort
- Düsseldorf
- Alter
- 64 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Sänger, Songwriter und Autor
- Thema
- Musik
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Campino
Wie alt ist Campino?
Campino ist 64 Jahre alt, Stand Oktober 2026. Geboren wurde Campino am 22. Juni 1962 in Düsseldorf. Am 22. Juni 2027 steht der 65. Geburtstag an.
Wie heißt Campino mit bürgerlichem Namen?
Andreas Frege. Campino ist der Name, unter dem er seit den frühen 1980er-Jahren als Sänger der Toten Hosen, als Schauspieler und als Autor auftritt.1
Wann wurden die Toten Hosen gegründet?
1982 in Düsseldorf. Campino gehörte zu den Gründern, vorher hatte er von 1978 bis 1982 bei der Punkband ZK gesungen.1 Das erste Album der Toten Hosen, „Opel-Gang“, erschien 1983.
Was verbindet Campino mit Liverpool?
Campino ist seit vielen Jahren Fan des FC Liverpool und hat über diese Leidenschaft das Buch „Hope Street“ geschrieben. Hinzu kommt seine deutsch-britisch geprägte Biografie.1
Wo wurde Campino geboren?
In Düsseldorf. Dort kam Campino am 22. Juni 1962 zur Welt.
Unter welchen Namen ist Campino noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Andreas Frege. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Campino · Munzinger Biographie. Munzinger Archiv. Biografisches Nachschlagewerk; frei sichtbarer Ausschnitt.https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/campino/00/26950
- Campino · filmportal.de. filmportal.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.filmportal.de/person/campino_498a1c5e4f0b4eb48d794101c10a041b
- Campino (Andreas Ferge) ist Mitglied der Musikfilm-Jury · Deutscher Dokumentarfilmpreis. SWR. Redaktionelle Sekundärquelle.https://www.swr.de/deutscher-dokumentarfilmpreis/doku-festival-22-jury-campino-100.html
- Campino. Wikipedia (deutsch). Enzyklopädie; referenzierte Belege nachprüfen.https://de.wikipedia.org/wiki/Campino
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



