Agraringenieur aus Niederbayern
Ergoldsbach, Aiwangers Geburtsort, liegt im niederbayerischen Landkreis Landshut, zwischen Landshut und Regensburg.1 Beruflich schlug er den Weg in die Landwirtschaft ein. An der Fachhochschule Weihenstephan, der heutigen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, studierte er Landwirtschaft und schloss das Studium 1995 ab.3 Seine Berufsbezeichnung lautet seitdem Agraringenieur.
Weihenstephan bei Freising ist seit langem einer der wichtigsten Standorte für Agrarwissenschaften in Bayern. Ein Landwirtschaftsstudium verbindet dort Pflanzenbau, Tierhaltung und Betriebswirtschaft. Wer es abschließt, arbeitet später häufig auf einem Hof, in der Beratung oder in der Agrarverwaltung.
Mit den Freien Wählern in den Landtag
In die Freien Wähler trat Aiwanger 2001 ein, fünf Jahre später übernahm er den Landesvorsitz in Bayern.1, 3 Die Freien Wähler haben ihre Wurzeln in kommunalen Wählergemeinschaften. In bayerischen Gemeinden, Städten und Landkreisen stellen sie seit Jahrzehnten Bürgermeister, Landräte und Ratsmitglieder, im Landtag waren sie dagegen lange nicht vertreten.
Das änderte sich 2008. Bei der Landtagswahl zogen die Freien Wähler zum ersten Mal in den Bayerischen Landtag ein, und Aiwanger wurde Abgeordneter. Bis 2018 führte er die Fraktion.1 Zehn Jahre lang saß die Partei damit in der Opposition, regiert wurde Bayern in dieser Zeit von Kabinetten unter Führung der CSU. Als Fraktionsvorsitzender vertrat Aiwanger die Freien Wähler in diesen Jahren an vorderster Stelle im Maximilianeum, dem Sitz des Landtags.
Wirtschaftsminister in der Koalition mit der CSU
Nach der Landtagswahl 2018 bildeten CSU und Freie Wähler eine Koalition unter Ministerpräsident Markus Söder. Für die Freien Wähler war es die erste Regierungsbeteiligung im Freistaat. Aiwanger übernahm das Wirtschaftsministerium und wurde zugleich stellvertretender Ministerpräsident.2, 3 In dieser Rolle vertritt er den Regierungschef, wenn dieser verhindert ist.
Sein Haus heißt mit vollem Namen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Zu den Aufgaben gehören die Förderung von Unternehmen und Mittelstand, die Energiepolitik des Landes und die Landesentwicklung, also die Frage, wie sich Städte und ländliche Räume in Bayern entwickeln sollen.
Direktmandat im Stimmkreis Landshut
Bei der Landtagswahl 2023 gewann Aiwanger das Direktmandat im Stimmkreis Landshut.4 In Bayern gehen die Stimmkreise traditionell ganz überwiegend an Bewerber der CSU. Im bayerischen Wahlsystem hat jede Wählerin und jeder Wähler zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird ein Kandidat im Stimmkreis gewählt, mit der Zweitstimme ein Bewerber auf der Liste des Wahlkreises. Anders als bei der Bundestagswahl zählen beide Stimmen für die Verteilung der Sitze.
Landshut ist Sitz der Regierung von Niederbayern und liegt nicht weit von Ergoldsbach entfernt. Nach der Wahl setzten CSU und Freie Wähler ihre Zusammenarbeit fort. Aiwanger blieb Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.2
Lebenslauf von Hubert Aiwanger
- 1971Geburt in Ergoldsbach1, 2
- 1995Abschluss des Landwirtschaftsstudiums an der Fachhochschule Weihenstephan3
- 2001Eintritt in die Freien Wähler1
- 2006Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern1, 3
- 2008Einzug in den Bayerischen Landtag1
- 2008 bis 2018Vorsitzender der Fraktion der Freien Wähler im Landtag1
- 2018Bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident2
- 2023Direktmandat im Stimmkreis Landshut bei der Landtagswahl4
Hubert Aiwanger im Steckbrief
- Name
- Hubert Aiwanger
- Geboren
- 26. Januar 1971
- Geburtsort
- Ergoldsbach
- Alter
- 55 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Politiker der Freien Wähler und Agraringenieur
- Thema
- Politik
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Hubert Aiwanger
Wie alt ist Hubert Aiwanger?
Hubert Aiwanger ist 55 Jahre alt, Stand Oktober 2026. Geboren wurde Aiwanger am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach. Am 26. Januar 2027 steht der 56. Geburtstag an.
Welcher Partei gehört Hubert Aiwanger an?
Den Freien Wählern. Er trat 2001 ein, übernahm 2006 den Landesvorsitz in Bayern und führte von 2008 bis 2018 die Fraktion seiner Partei im Bayerischen Landtag.1
Welches Amt hat Hubert Aiwanger in Bayern?
Seit 2018 ist er bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und zugleich stellvertretender Ministerpräsident. Er gehört damit der Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern an.2
Was hat Hubert Aiwanger studiert?
Landwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan, die heute Hochschule Weihenstephan-Triesdorf heißt. Das Studium schloss er 1995 ab, seitdem ist er Agraringenieur.3
Wo wurde Hubert Aiwanger geboren?
In Ergoldsbach. Dort kam Hubert Aiwanger am 26. Januar 1971 zur Welt.
Quellen
- Abgeordnete(r) Hubert Aiwanger · Bayerischer Landtag. bayern.landtag.de. Institutionelle Primärquelle; teils Selbstauskunft oder Archivstand.https://www.bayern.landtag.de/abgeordnete/abgeordnete-von-a-z/profil/hubert-aiwanger/
- Hubert Aiwanger · Bayerischer Wirtschaftsminister. stmwi.bayern.de. Institutionelle Primärquelle; teils Selbstauskunft oder Archivstand.https://www.stmwi.bayern.de/ministerium/staatsminister-hubert-aiwanger/
- Hubert Aiwanger · Munzinger Biographie. Munzinger Archiv. Biografisches Nachschlagewerk; frei sichtbarer Ausschnitt.https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/Hubert%2BAiwanger/00/29227
- Ergebnisse der Landtags- und Bezirkstagswahl in der Stadt. landshut.de. Redaktionelle Sekundärquelle oder ergänzendes Nachschlagewerk.https://landshut.de/news/politik/ergebnisse-der-landtags-und-bezirkstagswahl-der-stadt
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



