Training bei Jutta Müller in Karl-Marx-Stadt
Ihr Geburtsort Staaken war in den 1960er Jahren durch die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin geteilt, ein Teil gehörte zur DDR, ein anderer zum West-Berliner Bezirk Spandau. Witts sportliche Heimat lag ohnehin woanders: In Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, trainierte sie bei Jutta Müller.1, 2
Müller war eine der bekanntesten Trainerinnen im Eiskunstlauf der DDR und betreute über Jahre Läuferinnen und Läufer der Weltspitze. Witt startete für den SC Karl-Marx-Stadt. Unter Müllers Anleitung entwickelte sie die Mischung aus technischer Sicherheit und Ausstrahlung auf dem Eis, für die sie später weltweit bekannt wurde.
Gold in Sarajevo und Calgary
1984 gewann Witt in Sarajevo, damals Jugoslawien, zum ersten Mal olympisches Gold. Vier Jahre später verteidigte sie den Titel im kanadischen Calgary.1, 2 Damit gelang ihr, was im Eiskunstlauf der Frauen nur sehr selten vorkommt: zwei Olympiasiege hintereinander.
In Calgary lief auch die US-Amerikanerin Debi Thomas zur Musik aus Bizets Oper „Carmen“. Das Duell der beiden ging als „Battle of the Carmens“ in die Sportgeschichte ein.
Hinzu kamen zahlreiche Titel bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften: Viermal wurde Witt Weltmeisterin, sechsmal Europameisterin.2
Profikarriere und Comeback in Lillehammer
Nach den Spielen von Calgary wechselte Witt 1988 in den Profisport. Sie trat in Eisshows auf, unter anderem gemeinsam mit dem US-Amerikaner Brian Boitano, der in Calgary bei den Männern Olympiasieger geworden war.1, 2 Der Schritt hatte damals eine klare Folge: Wer als Profi auftrat, war von olympischen Wettbewerben im Eiskunstlauf ausgeschlossen.
Für die Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer kehrte sie noch einmal in den Amateurwettbewerb zurück.1 Möglich wurde das, weil der Weltverband früheren Profis damals die Rückkehr zu den Wettkämpfen erlaubte. In ihrer Kür lief sie zu dem Antikriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“ und erinnerte damit an Sarajevo, den Ort ihres ersten Olympiasiegs, der zu dieser Zeit im Krieg belagert wurde. Für Witt war es der Abschluss ihrer olympischen Laufbahn, rund zehn Jahre nach ihrem ersten Gold.
Shows, Film und Fernsehen
Nach dem Comeback blieb Witt dem Publikum erhalten. Sie arbeitete in Shows, Film und Fernsehen und war als Produzentin und Moderatorin tätig.1, 2 Im Kino war sie unter anderem 1998 in dem Thriller „Ronin“ mit Robert De Niro zu sehen, in dem sie eine Eiskunstläuferin spielte.
Außerdem trägt eine Stiftung ihren Namen, über die sie sich gemeinnützig engagiert.3 So ist Witt auch Jahrzehnte nach ihren Olympiasiegen eine öffentliche Person geblieben, deren Name weit über den Eiskunstlauf hinaus bekannt ist.
Lebenslauf von Katarina Witt
- 1965Geburt in Staaken, damals DDR1, 2
- JugendTraining bei Jutta Müller in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz1, 2
- 1984Olympiasiegerin im Eiskunstlauf in Sarajevo1, 2
- 1988Zweites olympisches Gold in Calgary, danach Wechsel in den Profisport1, 2
- 1994Rückkehr in den Amateurwettbewerb für die Olympischen Spiele in Lillehammer1
Katarina Witt im Steckbrief
- Name
- Katarina Witt
- Geboren
- 3. Dezember 1965
- Geburtsort
- Staaken, damals DDR
- Alter
- 60 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Ehemalige Eiskunstläuferin, Produzentin und Moderatorin
- Thema
- Sport
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Katarina Witt
Wie alt ist Katarina Witt?
Zum Stand Oktober 2026 ist Katarina Witt 60 Jahre alt. Das Geburtsdatum ist der 3. Dezember 1965, der nächste Geburtstag folgt am 3. Dezember 2026.
Wie oft war Katarina Witt Olympiasiegerin?
Zweimal. 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary gewann sie olympisches Gold im Eiskunstlauf, außerdem wurde sie viermal Weltmeisterin und sechsmal Europameisterin.1, 2
Wer war die Trainerin von Katarina Witt?
Jutta Müller. Bei ihr trainierte Witt in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz.1, 2 Müller gehörte zu den bekanntesten Eiskunstlauftrainerinnen der DDR.
Was machte Katarina Witt nach ihrer Sportkarriere?
Sie trat in Eisshows auf, unter anderem mit Brian Boitano, und arbeitete später in Film und Fernsehen sowie als Produzentin und Moderatorin.1, 2
Wo wurde Katarina Witt geboren?
In Staaken, damals DDR. Dort kam Katarina Witt am 3. Dezember 1965 zur Welt.
Quellen
- Katarina Witt: Biografie. katarina-witt.de. Eigen-, Unternehmens- oder Organisationsdarstellung; Eigeninteressen berücksichtigen.https://www.katarina-witt.de/de/biografie.html
- Katarina Witt · Biografie WHO'S WHO. whoswho.de. Redaktionelle Sekundärquelle oder ergänzendes Nachschlagewerk.https://whoswho.de/bio/katarina-witt.html
- Biografie von Katarina Witt. katarina-witt-stiftung.de. Eigen-, Unternehmens- oder Organisationsdarstellung; Eigeninteressen berücksichtigen.https://www.katarina-witt-stiftung.de/stiftung/biografie-von-katarina-witt.html
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



