Diplom-Chemikerin mit früher Bundestagskarriere
Ihr berufliches Rüstzeug stammt aus der Naturwissenschaft. Reiche wuchs in der DDR auf, nach der Wiedervereinigung studierte sie Chemie in Potsdam und schloss als Diplom-Chemikerin ab.1 Die Politik kam früh dazu: 1998 zog sie mit 25 Jahren für die CDU in den Bundestag ein. Ihr Mandat behielt sie bis 2015, über vier volle Wahlperioden und noch ein Stück in die fünfte hinein.2
Von 2009 bis 2013 war sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium.1 Wer dieses Amt innehat, vertritt die Hausspitze vor allem gegenüber Bundestag und Bundesrat. Es waren die Jahre der schwarz-gelben Koalition unter Angela Merkel. In diese Zeit fiel 2011 auch der Beschluss, nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima schneller aus der Atomkraft auszusteigen, eine Weichenstellung für die Energiepolitik der folgenden Jahre.
Aus dem Parlament in die Energiewirtschaft
2015 gab Reiche ihr Bundestagsmandat auf und wechselte in die Verbandswirtschaft.1 Sie wurde Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen. Darin sind Stadtwerke und andere kommunale Betriebe organisiert, die Strom, Gas und Wasser liefern, Abwasser reinigen oder Abfall entsorgen. Der Verband vertritt ihre Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Später ging sie in die Unternehmensführung und wurde Vorstandsvorsitzende von Westenergie.1 Das Essener Unternehmen gehört zum E.ON-Konzern und betreibt vor allem Strom- und Gasverteilnetze im Westen Deutschlands. Über solche Verteilnetze werden Windräder und Solaranlagen angeschlossen, und über sie gelangt der Strom bis in die einzelnen Häuser. Parallel leitete Reiche den Nationalen Wasserstoffrat, ein Gremium, das die Bundesregierung bei ihrer Wasserstoffstrategie berät.
Ministerin für Wirtschaft und Energie
Nach der Bundestagswahl 2025 holte Merz sie in sein Kabinett. Im Mai 2025 wurde Reiche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.1 Sie folgte auf Robert Habeck, unter dem das Ressort noch Wirtschaft und Klimaschutz geheißen hatte. Der Klimaschutz wanderte mit dem Regierungswechsel ins Umweltministerium, die Energiepolitik blieb im Wirtschaftsressort. Mit dem Wechsel ins Ministeramt endeten Reiches Positionen in der Wirtschaft.1
Ihr Haus ist für zentrale Fragen der Wirtschafts- und Energiepolitik zuständig: Industrie und Mittelstand, Außenwirtschaft, dazu Stromnetze, Versorgungssicherheit und der weitere Umbau der Energieversorgung. Dahinter stehen Fragen, die Haushalte und Betriebe direkt spüren, etwa wie teuer Strom ist und wie zuverlässig er fließt, wenn immer mehr davon aus Wind und Sonne kommt.
Die Energiepolitik ist damit ein Feld, das Reiche aus mehreren Blickwinkeln kennt: aus dem Umweltministerium, aus der Verbandsarbeit für die Stadtwerke und aus der Führung eines großen Netzbetreibers. Als Ministerin muss sie diese Sichtweisen nun mit den Interessen von Industrie, Verbrauchern und Ländern zusammenbringen.
Lebenslauf von Katherina Reiche
- 1973Geburt in Luckenwalde1, 2
- 1998 bis 2015Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU2
- 2009 bis 2013Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium1
- 2015 bis 2025Tätigkeit in der Energiewirtschaft, zuletzt als Vorstandsvorsitzende von Westenergie1
- 2025Ernennung zur Bundesministerin für Wirtschaft und Energie1
Katherina Reiche im Steckbrief
- Name
- Katherina Reiche
- Geboren
- 16. Juli 1973
- Geburtsort
- Luckenwalde
- Alter
- 53 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Chemikerin, Managerin und Politikerin (CDU)
- Thema
- Politik
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Katherina Reiche
Wie alt ist Katherina Reiche?
Katherina Reiche ist 53 Jahre alt, Stand Oktober 2026. Geboren wurde Reiche am 16. Juli 1973 in Luckenwalde. Am 16. Juli 2027 steht der 54. Geburtstag an.
Seit wann ist Katherina Reiche Wirtschaftsministerin?
Seit 2025.1 Sie leitet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Kabinett von Friedrich Merz und übernahm das Ressort von Robert Habeck, der es als Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geführt hatte.
Was hat Katherina Reiche bei Westenergie gemacht?
Sie war Vorstandsvorsitzende des Energieunternehmens. Zuvor hatte sie 2015 den Bundestag verlassen und war in die Verbandswirtschaft gewechselt. Ihre Position bei Westenergie endete mit dem Wechsel ins Ministeramt 2025.1
Was hat Katherina Reiche studiert?
Chemie. Reiche studierte das Fach in Potsdam und schloss als Diplom-Chemikerin ab, bevor sie 1998 für die CDU in den Bundestag einzog.1, 2
Wo wurde Katherina Reiche geboren?
In Luckenwalde. Dort kam Katherina Reiche am 16. Juli 1973 zur Welt.
Quellen
- Katherina Reiche. Bundesregierung. Institutionelle Primärquelle.https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett/lebenslauf-2342728
- Archivierte Abgeordnetenbiografie von Katherina Reiche in der 18. Wahlperiode (2013 bis 2017) · Deutscher Bundestag. Deutscher Bundestag. Institutionelle Primärquelle.https://www.bundestag.de/webarchiv/abgeordnete/biografien18/R/reiche_katherina-258916
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



