Ost-Berlin und der „Farbfilm“
Nina Hagen wuchs als Tochter der Schauspielerin und Sängerin Eva-Maria Hagen in Ost-Berlin auf, der Hauptstadt der DDR. Auch ihre eigene Karriere begann dort.1
1974 sang sie mit der Band Automobil „Du hast den Farbfilm vergessen“.1 In dem Lied wirft eine junge Frau ihrem Freund Micha vor, im Urlaub auf der Ostseeinsel Hiddensee den Farbfilm vergessen zu haben, sodass es von den schönen Tagen nur Schwarz-Weiß-Bilder gibt. Der Schlager wurde zu ihrem ersten großen Erfolg.
Fast fünfzig Jahre später, 2021, wünschte sich Angela Merkel das Lied für ihren Großen Zapfenstreich zum Abschied aus dem Kanzleramt. Daneben wählte sie „Für mich soll's rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef und das Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“.
Ausreise 1976 und die Nina Hagen Band
1976 verließ Hagen die DDR.1 Im Westen stellte sie eine eigene Gruppe zusammen, die Nina Hagen Band. Deren erstes Album erschien 1978 und trug ebenfalls den Namen „Nina Hagen Band“.1 Darauf finden sich Songs wie „Unbeschreiblich weiblich“, „Auf'm Bahnhof Zoo“ und „TV-Glotzer“, eine deutsche Fassung von „White Punks on Dope“ der US-Band The Tubes. Die Lieder fielen mit Punkenergie, Theatralik und frechen Texten auf.
1979 folgte das zweite Album „Unbehagen“, das schon im Titel mit ihrem Nachnamen spielt. Danach trennten sich die Wege: Die Musiker der Band machten unter dem Namen Spliff weiter und hatten später mit „Carbonara“ selbst einen Hit, Hagen setzte ihre Karriere allein fort.
Eine Stimme zwischen Oper und Punk
Was Hagen von vielen anderen unterschied, war ihre Stimme. Innerhalb eines einzigen Songs wechselte sie zwischen opernhaftem Sopran, Kreischen und tiefem Knurren, und genau diese Experimente machte sie zu ihrem Markenzeichen.1
In den 1980er-Jahren wurde ihre Laufbahn zunehmend international. Sie nahm Alben auf Englisch auf, darunter „NunSexMonkRock“ von 1982, und bewegte sich zwischen Punk, Rock und Pop.1 Ihr Auftreten, oft schrill und bewusst provozierend, brachte ihr den Ruf einer Exzentrikerin ein.3
Auch vor der Kamera
Neben der Musik arbeitete Nina Hagen als Schauspielerin.4 1979 stand sie für den niederländischen Musikfilm „Cha Cha“ vor der Kamera, an der Seite von Herman Brood und Lene Lovich. Auch später übernahm sie Rollen in Film und Fernsehen.4
Ihre Laufbahn führte damit von der jungen Schlagersängerin in der DDR über die Punkszene im Westen bis zu internationalen Plattenproduktionen. Stimme, Kostüm und Bühnenauftritt gehörten bei ihr zusammen, und gerade diese Verbindung hat ihr Bild in der Öffentlichkeit über Jahrzehnte bestimmt.3
Lebenslauf von Nina Hagen
- 1955Geburt in Ost-Berlin1, 2
- 1974Bekannt in der DDR mit „Du hast den Farbfilm vergessen“1
- 1976Ausreise aus der DDR1
- 1978Debütalbum „Nina Hagen Band“1
- ab den 1980er-JahrenInternationale Laufbahn zwischen Punk, Rock und Gesangsexperimenten1
Nina Hagen im Steckbrief
- Name
- Nina Hagen
- Weitere Namen
- Catharina Hagen
- Geboren
- 11. März 1955
- Geburtsort
- Ost-Berlin
- Alter
- 71 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin
- Thema
- Musik
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Nina Hagen
Wie alt ist Nina Hagen?
71 Jahre, Stand Oktober 2026. Nina Hagen kam am 11. März 1955 in Ost-Berlin zur Welt und wird am 11. März 2027 72 Jahre alt.
Worum geht es in „Du hast den Farbfilm vergessen“?
Eine junge Frau beklagt sich bei ihrem Freund Micha, dass er im Urlaub auf Hiddensee den Farbfilm vergessen hat und es deshalb keine bunten Erinnerungsfotos gibt. Mit dem Lied wurde Nina Hagen 1974 in der DDR bekannt.1
Wer ist die Mutter von Nina Hagen?
Die Schauspielerin und Sängerin Eva-Maria Hagen. Nina Hagen wuchs als ihre Tochter in Ost-Berlin auf und begann ihre eigene Karriere ebenfalls in der DDR, bevor sie 1976 in den Westen ging.1
Was war die Nina Hagen Band?
Die Rockband, mit der Hagen nach ihrer Ausreise aus der DDR im Westen neu startete. Das erste Album erschien 1978 unter dem Namen der Band.1 Die Musiker machten später als Spliff weiter.
Wo wurde Nina Hagen geboren?
In Ost-Berlin. Dort kam Nina Hagen am 11. März 1955 zur Welt.
Unter welchen Namen ist Nina Hagen noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Catharina Hagen. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Nina Hagen · Munzinger Biographie. Munzinger Archiv. Biografisches Nachschlagewerk; frei sichtbarer Ausschnitt.https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/nina%2Bhagen/00/15541
- Stichtag · 11. März 1955 · Geburtstag von Nina Hagen. WDR. Redaktionelle Sekundärquelle.https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-nina-hagen-100.html
- Aus dem Leben einer Exzentrikerin · ndr.de. NDR. Redaktionelle Sekundärquelle.https://www.ndr.de/kultur/musik/pop/Aus-dem-Leben-einer-Exzentrikerin%2Cnina144.html
- Nina Hagen · filmportal.de. filmportal.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.filmportal.de/person/nina-hagen_b87aef1fd2be4be4a5d70148da1def76
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



