„Känguru“, „Total Normal“ und „Hurz!“
Bekannt wurde Kerkeling in den 1980er-Jahren mit den Fernsehsendungen „Känguru“ und „Total Normal“.1 In „Total Normal“ stand ihm Achim Hagemann als Partner zur Seite. Kerkeling spielte Sketche, schlüpfte in Rollen und legte mit verdeckten Aktionen gern auch Menschen herein, die nicht ahnten, dass sie Teil einer Comedysendung waren.
Zu den Szenen aus dieser Zeit, die bis heute zitiert werden, gehört „Hurz!“. Kerkeling tritt darin als Sänger bei einer Kulturveranstaltung auf und trägt mit Hagemann am Klavier ein vollkommen sinnloses Stück vor, über das das Publikum anschließend ernsthaft diskutiert. Ähnlich bekannt wurde sein Auftritt als verkleidete niederländische Königin Beatrix, mit dem er vor dem Schloss Bellevue in Berlin vorfuhr.
„Kein Pardon“: eine Satire auf das Unterhaltungsfernsehen
1993 führte Kerkeling bei „Kein Pardon“ Regie und spielte zugleich die Hauptrolle.3 Er war damals noch keine 30 Jahre alt. Der Kinofilm macht sich über das Unterhaltungsfernsehen lustig, also genau die Welt, in der Kerkeling selbst bekannt geworden war.
Er spielt einen jungen Mann, der vom Fernsehen träumt und hinter die Kulissen einer großen Unterhaltungsshow gerät. Deren selbstverliebten Showmaster verkörpert Heinz Schenk. Der Film zeigt die Branche von ihrer eitlen Seite und lebt davon, dass Kerkeling sie von innen kannte.
Horst Schlämmer vom „Grevenbroicher Tagblatt“
Eine seiner bekanntesten Figuren ist Horst Schlämmer, mit dem Kerkeling auf der Bühne und im Fernsehen auftrat.1 Schlämmer trägt Schnauzbart, Trenchcoat und Herrenhandtasche und stellt sich als stellvertretender Chefredakteur des „Grevenbroicher Tagblatts“ vor. Sein Satz „Weisse Bescheid, Schätzelein“ wurde zum Erkennungszeichen.
Die Figur bekam sogar einen eigenen Kinofilm, „Isch kandidiere!“, in dem Schlämmer als Kanzlerkandidat antritt. Gerade weil Kerkeling ihn so ernsthaft spielt, wirkt der Lokalreporter mit dem großen Ego wie jemand, dem man tatsächlich schon einmal begegnet sein könnte.
Zwei Bücher über das eigene Leben
2006 erschien „Ich bin dann mal weg“.1 Kerkeling beschreibt darin aus seiner eigenen Sicht, wie er auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gepilgert ist, mit allen Mühen und Begegnungen unterwegs. Der Jakobsweg ist ein alter Pilgerweg, der durch Nordspanien zum Grab des Apostels Jakobus führt, das nach der Überlieferung in Santiago liegt. Das Buch wurde ein großer Erfolg und kam später mit Devid Striesow in der Hauptrolle ins Kino.
Mit „Der Junge muss an die frische Luft“ legte er 2014 ein autobiografisches Buch über seine Kindheit vor.1 Wie schon beim Jakobsweg handelt es sich um Kerkelings eigene Erzählung seines Lebens, nicht um eine unabhängige Biografie. 2018 kam die Verfilmung in die Kinos, Regie führte Caroline Link.3
Lebenslauf von Hape Kerkeling
- 1964Geburt in Recklinghausen1, 2
- 1980er-JahreFernsehbekanntheit mit „Känguru“ und „Total Normal“1
- 1993Regie und Hauptrolle im Kinofilm „Kein Pardon“3
- 2006Reisebuch „Ich bin dann mal weg“ über den Jakobsweg1
- 2014Autobiografisches Buch „Der Junge muss an die frische Luft“1
- 2018Verfilmung von „Der Junge muss an die frische Luft“3
Hape Kerkeling im Steckbrief
- Name
- Hape Kerkeling
- Weitere Namen
- Hans Peter Kerkeling
- Geboren
- 9. Dezember 1964
- Geburtsort
- Recklinghausen
- Alter
- 61 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Comedian, Schauspieler, Moderator und Autor
- Thema
- TV & Film
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Hape Kerkeling
Wie alt ist Hape Kerkeling?
61 Jahre, Stand Oktober 2026. Hape Kerkeling kam am 9. Dezember 1964 in Recklinghausen zur Welt und wird am 9. Dezember 2026 62 Jahre alt.
Worum geht es in „Ich bin dann mal weg“?
Kerkeling erzählt in dem Buch von 2006 aus seiner Sicht, wie er auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela gepilgert ist.1 Es geht um die Mühen der Strecke, um Begegnungen unterwegs und um seine Gedanken dabei. Später wurde der Stoff mit Devid Striesow verfilmt.
Wer ist Horst Schlämmer?
Eine Kunstfigur von Hape Kerkeling: ein schnauzbärtiger Lokaljournalist im Trenchcoat, der sich als stellvertretender Chefredakteur des „Grevenbroicher Tagblatts“ vorstellt. Kerkeling spielte ihn auf der Bühne und im Fernsehen, später auch im Kino.1
Wurde „Der Junge muss an die frische Luft“ verfilmt?
Ja. Kerkelings autobiografisches Buch erschien 2014, vier Jahre später kam die Verfilmung in die Kinos.1, 3 Regie führte Caroline Link, die Geschichte erzählt von Kerkelings Kindheit, so wie er selbst sie in seinem Buch schildert.
Wo wurde Hape Kerkeling geboren?
In Recklinghausen. Dort kam Hape Kerkeling am 9. Dezember 1964 zur Welt.
Unter welchen Namen ist Hape Kerkeling noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Hans Peter Kerkeling. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Hape Kerkeling · Munzinger Biographie. Munzinger Archiv. Biografisches Nachschlagewerk; frei sichtbarer Ausschnitt.https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/_/00/000019803
- 09.12.1964: Der Komiker Hape Kerkeling wird geboren · Zeitzeichen · Sendungen · WDR 5 · Radio. WDR. Redaktionelle Sekundärquelle.https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-hape-kerkeling-geburtstag-100.html
- Hape Kerkeling · filmportal.de. filmportal.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.filmportal.de/person/hape-kerkeling_cc85d756090b4d9dba09490ec50f65a3
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



