Theologie in Leipzig und der Herbst 1989
Nach der Schule ging Göring-Eckardt 1984 nach Leipzig, um Theologie zu studieren. Einen Abschluss machte sie nicht, das Studium blieb unvollendet.2 Wichtiger für ihren weiteren Weg wurde die Zeit des Umbruchs in der DDR.
Im Herbst 1989 engagierte sie sich beim Demokratischen Aufbruch, einer der neuen Gruppen, die damals für Reformen und freie Wahlen eintraten.2 Im Jahr darauf zählte sie zu den Mitgründern von Demokratie Jetzt und von Bündnis 90.2 Bündnis 90 schloss sich 1993 mit den Grünen zusammen. Aus dieser Fusion entstand die Partei, für die Göring-Eckardt seither Politik macht: Bündnis 90/Die Grünen.
Zweimal an der Spitze der Fraktion
Bei der Bundestagswahl 1998 gewann sie erstmals ein Mandat.1 Im selben Jahr kam die erste Bundesregierung aus SPD und Grünen ins Amt. In der zweiten rot-grünen Wahlperiode rückte Göring-Eckardt dann an die Spitze ihrer Fraktion: Von 2002 bis 2005 war sie Vorsitzende der Grünen im Bundestag.1, 3
Ihre zweite Amtszeit als Fraktionschefin begann 2013 und dauerte bis 2021, gemeinsam mit Anton Hofreiter.1, 3 Die Grünen saßen in diesen Jahren in der Opposition, während Angela Merkel mit großen Koalitionen regierte. Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 trat Göring-Eckardt jeweils als eine der beiden Spitzenkandidaten ihrer Partei an, beim zweiten Mal an der Seite von Cem Özdemir.
Zwölf Jahre im Präsidium des Bundestages
Zwischen den beiden Phasen an der Fraktionsspitze und danach gehörte sie dem Präsidium des Parlaments an. Von 2005 bis 2013 und noch einmal von 2021 bis 2025 war Göring-Eckardt Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.1 Die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten leiten im Wechsel mit dem Präsidenten oder der Präsidentin die Plenarsitzungen. Wer eine Sitzung leitet, ruft die Rednerinnen und Redner auf, achtet auf die Redezeiten und kann bei Verstößen gegen die Ordnung des Hauses einschreiten.
Die erste Amtszeit begann, als Rot-Grün 2005 endete und ihre Partei in die Opposition wechselte. Die zweite fiel in die Jahre der Ampel-Koalition und endete mit der Bundestagswahl 2025.
Engagement in der evangelischen Kirche
Neben der Politik war Göring-Eckardt lange in der evangelischen Kirche aktiv. Von 2009 bis 2013 stand sie als Präses an der Spitze der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, des Kirchenparlaments der EKD. Die Synode entscheidet unter anderem über Kirchengesetze und den Haushalt der EKD und wählt gemeinsam mit der Kirchenkonferenz den Rat.
Das Kirchenamt lief parallel zu ihrer ersten Zeit als Vizepräsidentin des Bundestages. 2013 übernahm sie erneut den Vorsitz der Grünen-Fraktion, im selben Jahr endete auch ihre Zeit als Präses.
Lebenslauf von Katrin Göring-Eckardt
- 1966Geburt in Friedrichroda1, 2
- ab 1984Studium der Theologie in Leipzig, ohne Abschluss2
- 1989Engagement beim Demokratischen Aufbruch2
- 1990Mitgründerin von Demokratie Jetzt und Bündnis 902
- 1998Erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt1
- 2002 bis 2005Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion1, 3
- 2005 bis 2013Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages1
- 2013 bis 2021Erneut Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion1, 3
- 2021 bis 2025Erneut Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages1
Katrin Göring-Eckardt im Steckbrief
- Name
- Katrin Göring-Eckardt
- Weitere Namen
- Katrin Göring Eckardt
- Geboren
- 3. Mai 1966
- Geburtsort
- Friedrichroda
- Alter
- 60 Jahre (Stand 11. Oktober 2026)
- Tätigkeit
- Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen)
- Thema
- Politik
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Das Alter ist zum 11. Oktober 2026 berechnet.
Häufige Fragen zu Katrin Göring-Eckardt
Wie alt ist Katrin Göring-Eckardt?
60 Jahre, Stand Oktober 2026. Katrin Göring-Eckardt kam am 3. Mai 1966 in Friedrichroda zur Welt und wird am 3. Mai 2027 61 Jahre alt.
Hat Katrin Göring-Eckardt Theologie studiert?
Sie hat ein Theologiestudium begonnen, aber nicht abgeschlossen. 1984 nahm sie das Studium in Leipzig auf, einen Abschluss erwarb sie dort nicht.2 Politisch aktiv wurde sie wenige Jahre später in der Bürgerbewegung der DDR.
Wann war Katrin Göring-Eckardt Vizepräsidentin des Bundestages?
In zwei Phasen: von 2005 bis 2013 und von 2021 bis 2025. Zusammen sind das zwölf Jahre im Präsidium des Bundestages.1 Dazwischen führte sie von 2013 bis 2021 die Grünen-Fraktion.
Welche Rolle spielte Göring-Eckardt in der DDR-Bürgerbewegung?
Im Herbst 1989 engagierte sie sich beim Demokratischen Aufbruch. 1990 gehörte sie zu den Mitgründern von Demokratie Jetzt und von Bündnis 90, das sich später mit den Grünen zusammenschloss.2
Wo wurde Katrin Göring-Eckardt geboren?
In Friedrichroda. Dort kam Katrin Göring-Eckardt am 3. Mai 1966 zur Welt.
Unter welchen Namen ist Katrin Göring-Eckardt noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Katrin Göring Eckardt. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Abgeordnetenbiografie von Katrin Göring-Eckardt · Deutscher Bundestag. Deutscher Bundestag. Institutionelle Primärquelle.https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/G/goering_eckardt_katrin-1044556
- Göring-Eckardt, Katrin · Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. bundesstiftung-aufarbeitung.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/katrin-goering-eckardt
- Katrin Göring-Eckardt · Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. gruene-bundestag.de. Institutionelle Primärquelle.https://www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/details/katrin-goering-eckardt
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



