Vom Studenten der Wärmelehre zum Berliner Professor
Planck wuchs in München auf und studierte dort und in Berlin Physik. 1879 wurde er an der Universität München promoviert, mit einer Arbeit zur Wärmelehre.1 Die Thermodynamik blieb über Jahre sein Hauptthema, und gerade sie führte ihn später zur Quantenhypothese.
Nach einer Professur in Kiel wurde er 1889 an die Universität Berlin berufen, als Nachfolger von Gustav Kirchhoff.1 Berlin blieb für Jahrzehnte das Zentrum seiner Arbeit.
Das Strahlungsgesetz von 1900
In Berlin beschäftigte sich Planck mit der Frage, wie ein idealer schwarzer Körper je nach Temperatur Wärmestrahlung abgibt. Die bis dahin bekannten Formeln passten jeweils nur in Teilbereichen zu den Messungen.
1900 fand er ein Strahlungsgesetz, das die Messwerte genau beschrieb.1 Um es theoretisch zu begründen, musste er annehmen, dass Energie nur in kleinsten Paketen abgegeben und aufgenommen wird, deren Größe von der Frequenz abhängt. Den Proportionalitätsfaktor nennt man heute Plancksches Wirkungsquantum, abgekürzt h. Seit 2019 ist über diese Konstante sogar die Maßeinheit Kilogramm definiert. Seine Herleitung trug Planck im Dezember 1900 vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin vor, dieser Vortrag gilt oft als Geburtsstunde der Quantentheorie.
Planck selbst betrachtete die Quanten zunächst vor allem als mathematische Annahme. Erst Albert Einstein deutete 1905 auch das Licht als Strom von Quanten, und in den folgenden Jahrzehnten wuchs daraus die Quantenmechanik.
Nobelpreis, Einstein und die Berliner Akademie
Für die Entdeckung der Energiequanten erhielt Planck den Nobelpreis für Physik des Jahres 1918.2 Bekannt gegeben wurde die Entscheidung allerdings erst im Jahr darauf, 1919. Wer nach dem Jahr seines Nobelpreises sucht, findet deshalb manchmal beide Jahreszahlen.
Planck war einer der ersten etablierten Physiker, die Einsteins spezielle Relativitätstheorie ernst nahmen. Später setzte er sich dafür ein, den jungen Kollegen nach Berlin zu holen. Daneben übernahm Planck wichtige Ämter in der Wissenschaft, etwa als ständiger Sekretar der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Als er Mitte der 1920er-Jahre emeritiert wurde, folgte ihm Erwin Schrödinger auf den Berliner Lehrstuhl.
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und Max-Planck-Gesellschaft
Von 1930 bis 1937 war Planck Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die zahlreiche Forschungsinstitute außerhalb der Universitäten unterhielt.1 In seine Amtszeit fielen die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die Vertreibung jüdischer Forscherinnen und Forscher aus ihren Stellen. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er die Gesellschaft noch einmal übergangsweise.
Wenige Monate nach seinem Tod wurde 1948 in Göttingen die Max-Planck-Gesellschaft gegründet. Sie trat die Nachfolge der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft an und trägt Plancks Namen, ist aber eine eigenständige Neugründung und keine bloße Umbenennung der alten Gesellschaft.
Lebenslauf von Max Planck
- 1858Geburt in Kiel1, 2
- 1879Promotion in Physik an der Universität München1
- 1889Berufung an die Universität Berlin1
- 1900Strahlungsgesetz und Quantisierung der Energie als Grundlage der Quantenphysik1
- 1918Nobelpreis für Physik des Jahres 1918, bekannt gegeben erst 19192
- 1930 bis 1937Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft1
- 1947Tod in Göttingen1, 2
Max Planck im Steckbrief: Lebensdaten
- Name
- Max Planck
- Weitere Namen
- Max Karl Ernst Ludwig Planck
- Geboren
- 23. April 1858
- Geburtsort
- Kiel
- Gestorben
- 4. Oktober 1947
- Sterbeort
- Göttingen
- Alter beim Tod
- 89 Jahre
- Tätigkeit
- Physiker und Nobelpreisträger
- Thema
- Geschichte & Kultur
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Die Lebensdaten stammen aus denselben Quellen.
Häufige Fragen zu Max Planck
Wie alt wurde Max Planck?
Max Planck wurde 89 Jahre alt. Geboren am 23. April 1858 in Kiel. Gestorben am 4. Oktober 1947. Sterbeort: Göttingen.
Was ist das Plancksche Wirkungsquantum?
Eine Naturkonstante, abgekürzt h. Sie verknüpft die Energie eines Quants mit der Frequenz der Strahlung. Planck führte sie 1900 ein, als er sein Strahlungsgesetz begründete, und legte damit eine Grundlage der Quantenphysik.1
Wofür bekam Max Planck den Nobelpreis?
Für die Entdeckung der Energiequanten. Er erhielt den Nobelpreis für Physik des Jahres 1918, die Entscheidung wurde allerdings erst 1919 bekannt gegeben.2
Was hat die Max-Planck-Gesellschaft mit Max Planck zu tun?
Sie wurde 1948 kurz nach seinem Tod gegründet, trägt seinen Namen und gilt als Nachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, deren Präsident Planck von 1930 bis 1937 war.1 Gleichzusetzen sind beide Organisationen aber nicht.
Wo ist Max Planck gestorben?
Als Sterbeort ist Göttingen belegt. Gestorben am 4. Oktober 1947.
Unter welchen Namen ist Max Planck noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Max Karl Ernst Ludwig Planck. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Max Planck · Biographische Daten · Max-Planck-Gesellschaft. mpg.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.mpg.de/19247246/max-planck-biographische-daten
- Max Planck · Biographical · NobelPrize.org. nobelprize.org. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.nobelprize.org/prizes/physics/1918/planck/biographical/?print=1
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



