Vom Kaufmann zum Doktor der Rechte
Heine kam als Harry Heine zur Welt und wuchs in Düsseldorf auf. Bevor er sich der Literatur zuwandte, versuchte er sich in kaufmännischen Tätigkeiten.2 Danach führte ihn sein Weg an die Universitäten: Er studierte Rechtswissenschaften in Bonn, Göttingen und Berlin.2
1825 wurde er in Göttingen zum Doktor der Rechte promoviert, und im selben Jahr ließ er sich protestantisch taufen.1, 2 Heine stammte aus einer jüdischen Familie. Mit der Taufe nahm er die Vornamen Christian Johann Heinrich an, als Autor wurde er unter dem Namen Heinrich Heine bekannt. Als Jurist arbeitete er nach der Promotion nicht, sein Beruf wurde das Schreiben.
Das „Buch der Lieder“ und die Loreley
1827 erschien das „Buch der Lieder“.1 Die Sammlung vereint Gedichte aus mehreren Jahren und machte Heine weit über das Rheinland hinaus bekannt. Viele Texte handeln von Liebe und Enttäuschung. Sie klingen oft wie romantische Volkslieder, bis eine ironische Wendung am Schluss die Stimmung bricht. Dieser Wechsel zwischen Gefühl und Spott gilt bis heute als typisch für Heine.
Zu den bekanntesten Stücken gehört das Gedicht über die Loreley, das mit der Zeile „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ beginnt. Es erzählt von einer schönen Frau auf einem Felsen hoch über dem Rhein, deren Gesang einen Schiffer so ablenkt, dass er in den Wellen untergeht. In der Vertonung von Friedrich Silcher wurde es zu einem der bekanntesten deutschen Lieder.
Korrespondent in Paris
Ab 1831 lebte Heine überwiegend in Paris.1 Frankreich hatte im Jahr zuvor die Julirevolution erlebt, und die Stadt war ein Zentrum des politischen und künstlerischen Lebens in Europa. Heine schrieb von dort als literarischer und politischer Korrespondent.1 Für deutsche Zeitungen berichtete er über Politik, Kunst und Gesellschaft in Frankreich. Seine Leser in der Heimat erfuhren so aus erster Hand, was in der französischen Hauptstadt diskutiert wurde.
Mit den Behörden in Deutschland geriet er dabei in Konflikt. 1835 verbot der Deutsche Bund die Schriften der Autoren des sogenannten Jungen Deutschland, und Heine wurde in diesem Beschluss namentlich genannt. Paris blieb bis zu seinem Tod sein Lebensmittelpunkt, auch wenn er Deutschland noch besuchte.
„Deutschland. Ein Wintermärchen“
1844 veröffentlichte Heine „Deutschland. Ein Wintermärchen“.1 Das Versepos schildert eine Reise von Paris nach Hamburg im späten Herbst. Unterwegs spottet der Erzähler über preußisches Militär, Zensur, Kleinstaaterei und einen rückwärtsgewandten Nationalismus, oft in scheinbar harmlosen Reimen. Der leichte Ton und die bissige Kritik stehen dabei dicht nebeneinander.
Heine starb am 17. Februar 1856 in Paris.1 Begraben wurde er auf dem Friedhof Montmartre. In seiner Geburtsstadt Düsseldorf tragen heute unter anderem die Universität und das Heinrich-Heine-Institut seinen Namen. Das Institut bewahrt in seinem Archiv Bestände zu Heine auf und weist darauf hin, dass sein genaues Geburtsdatum nicht gesichert ist.1
Lebenslauf von Heinrich Heine
- 1797Geburt in Düsseldorf1
- vor dem StudiumKaufmännische Tätigkeiten2
- bis 1825Jurastudium in Bonn, Göttingen und Berlin2
- 1825Promotion zum Juristen in Göttingen und protestantische Taufe1, 2
- 1827Das „Buch der Lieder“ erscheint1
- ab 1831Leben überwiegend in Paris, Arbeit als literarischer und politischer Korrespondent1
- 1844„Deutschland. Ein Wintermärchen“ erscheint1
- 1856Tod in Paris, Frankreich1
Heinrich Heine im Steckbrief: Lebensdaten
- Name
- Heinrich Heine
- Weitere Namen
- Harry Heine, Christian Johann Heinrich Heine
- Geboren
- häufig angegeben: 13. Dezember 1797, laut Heine-Institut unsicher
- Geburtsort
- Düsseldorf
- Gestorben
- 17. Februar 1856
- Sterbeort
- Paris, Frankreich
- Alter beim Tod
- wegen unsicherem Geburtsdatum nicht festgelegt
- Tätigkeit
- Dichter, Schriftsteller und Journalist
- Thema
- Geschichte & Kultur
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Die Lebensdaten stammen aus denselben Quellen.
Häufige Fragen zu Heinrich Heine
Wie alt wurde Heinrich Heine?
Heinrich Heine wurde wegen unsicherem Geburtsdatum nicht festgelegt alt. Zum Geburtsdatum: häufig angegeben: 13. Dezember 1797, laut Heine-Institut unsicher. Als Geburtsort ist Düsseldorf belegt. Gestorben am 17. Februar 1856. Sterbeort: Paris, Frankreich.
Was ist das „Buch der Lieder“?
Eine Gedichtsammlung, die Heine 1827 veröffentlichte.1 Sie enthält vor allem Liebesgedichte im Ton des Volkslieds, die oft mit einer ironischen Pointe enden. Auch das bekannte Gedicht über die Loreley gehört dazu.
Worum geht es in „Deutschland. Ein Wintermärchen“?
Heine schildert in Versen eine Reise von Paris nach Hamburg und nimmt dabei die Zustände in Deutschland aufs Korn, etwa Zensur, Militär und Kleinstaaterei. Das Werk erschien 1844.1
Wie lange lebte Heinrich Heine in Paris?
Von 1831 bis zu seinem Tod 1856 hatte er seinen Lebensmittelpunkt überwiegend in Paris.1 Von dort schrieb er als literarischer und politischer Korrespondent. Begraben ist er auf dem Pariser Friedhof Montmartre.
Wo ist Heinrich Heine gestorben?
Als Sterbeort ist Paris, Frankreich belegt. Gestorben am 17. Februar 1856.
Unter welchen Namen ist Heinrich Heine noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Harry Heine, Christian Johann Heinrich Heine. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Heinrich Heine · Landeshauptstadt Düsseldorf. duesseldorf.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www2.duesseldorf.de/heineinstitut/archiv-bibliothek-dokumentation/archiv/gesamtbestand/heine-heinrich
- Heinrich Heine · Portal Rheinische Geschichte. rheinische-geschichte.lvr.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/heinrich-heine/DE-2086/lido/57c82947cc8189.90141056
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



