Von Osnabrück an die Westfront
Remarque kam als Erich Paul Remark in Osnabrück zur Welt. Den Namen, unter dem er berühmt wurde, nahm er erst später an. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Soldat eingezogen und 1917 verwundet.1 Der Krieg wurde später zum Thema seines bekanntesten Buches.
Nach dem Krieg suchte er seinen Platz in verschiedenen Berufen. Er arbeitete unter anderem als Lehrer, als Journalist und als Redakteur.1 Mitte der 1920er-Jahre ging er nach Berlin und schrieb dort für Zeitschriften.
„Im Westen nichts Neues“
1928 erschien „Im Westen nichts Neues“ zunächst als Vorabdruck in der „Vossischen Zeitung“, 1929 folgte die Buchausgabe.1, 2 Der Roman wurde ein internationaler Erfolg und in viele Sprachen übersetzt.1
Erzählt wird aus der Sicht des jungen Soldaten Paul Bäumer, der sich mit seinen Klassenkameraden freiwillig meldet, nachdem ihr Lehrer sie dazu gedrängt hat. An der Front erleben die jungen Männer Hunger, Angst, Verwundung und Tod, und einer nach dem anderen kommt um. Am Ende fällt auch Paul, an einem Tag, an dem der Heeresbericht nur meldet, im Westen sei nichts Neues.
1930 wurde der Roman in den USA verfilmt.1 Die Hollywood-Produktion unter der Regie von Lewis Milestone erhielt den Oscar als bester Film. 2022 entstand unter der Regie von Edward Berger eine deutsche Neuverfilmung. Beide Filme beruhen auf dem Roman, über Remarques eigenes Leben sagen sie wenig.
Exil in der Schweiz und in den USA
Ab 1932 lebte Remarque in der Schweiz, am Ufer des Lago Maggiore im Tessin.1 Im Jahr darauf kamen in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht, und bei der Bücherverbrennung 1933 wurden auch seine Werke ins Feuer geworfen. 1938 verlor er die deutsche Staatsangehörigkeit.1
Später emigrierte er in die USA.1 Wie Thomas Mann und Bertolt Brecht gehörte er damit zu den deutschen Schriftstellern, die Jahre des Exils in Amerika verbrachten. Remarque nahm später die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er in sein Haus am Lago Maggiore zurück, wo er einen großen Teil seiner letzten Lebensjahre verbrachte.
Romane über Krieg, Flucht und Exil
Remarque blieb bei seinen Themen und schrieb weitere Romane über Krieg und Exil.1 Zu den bekanntesten gehört „Arc de Triomphe“. Das Buch spielt in Paris kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und erzählt von einem deutschen Flüchtling, der dort ohne gültige Papiere als Chirurg arbeitet. Weitere bekannte Titel sind „Drei Kameraden“ und „Die Nacht von Lissabon“.
Remarque starb am 25. September 1970 in Locarno, also wieder in der Schweiz.1 In seiner Geburtsstadt Osnabrück erinnert das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum an Leben und Werk des Autors.1
Lebenslauf von Erich Maria Remarque
- 1898Geburt in Osnabrück1, 2
- 1917Verwundung als Soldat im Ersten Weltkrieg1
- nach 1918Arbeit unter anderem als Lehrer, Journalist und Redakteur1
- 1928Vorabdruck von „Im Westen nichts Neues“1, 2
- 1929Buchausgabe von „Im Westen nichts Neues“1, 2
- 1930Erste Verfilmung des Romans1
- ab 1932Leben in der Schweiz1
- 1938Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit1
- nach 1938Emigration in die USA1
- 1970Tod in Locarno, Schweiz1, 2
Erich Maria Remarque im Steckbrief: Lebensdaten
- Name
- Erich Maria Remarque
- Weitere Namen
- Erich Paul Remark
- Geboren
- 22. Juni 1898
- Geburtsort
- Osnabrück
- Gestorben
- 25. September 1970
- Sterbeort
- Locarno, Schweiz
- Alter beim Tod
- 72 Jahre
- Tätigkeit
- Schriftsteller
- Thema
- Geschichte & Kultur
Lebenslauf und Steckbrief beruhen auf den Quellen1, 2, Stand der Recherche 9. Oktober 2026. Die Lebensdaten stammen aus denselben Quellen.
Häufige Fragen zu Erich Maria Remarque
Wie alt wurde Erich Maria Remarque?
Erich Maria Remarque wurde 72 Jahre alt. Geboren am 22. Juni 1898 in Osnabrück. Gestorben am 25. September 1970. Sterbeort: Locarno, Schweiz.
Worum geht es in „Im Westen nichts Neues“?
Der Roman erzählt vom jungen Soldaten Paul Bäumer und seinen Kameraden an der Westfront des Ersten Weltkriegs. Er zeigt Angst, Verwundung und Tod aus der Sicht der Frontsoldaten. Das Buch erschien 1929, ein Vorabdruck bereits 1928.1, 2
Wo lebte Erich Maria Remarque im Exil?
Ab 1932 lebte er in der Schweiz, später emigrierte er in die USA.1 1938 verlor er die deutsche Staatsangehörigkeit. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er wieder in der Schweiz, 1970 starb er in Locarno.
Wann wurde „Im Westen nichts Neues“ verfilmt?
Die erste Verfilmung entstand 1930 in Hollywood unter der Regie von Lewis Milestone und gewann den Oscar als bester Film.1 2022 kam eine deutsche Neuverfilmung von Edward Berger heraus.
Wo ist Erich Maria Remarque gestorben?
Als Sterbeort ist Locarno, Schweiz belegt. Gestorben am 25. September 1970.
Unter welchen Namen ist Erich Maria Remarque noch bekannt?
Belegt sind auch diese Namen und Schreibweisen: Erich Paul Remark. Ob es sich um einen bürgerlichen Namen, einen Geburtsnamen oder einen Spitznamen handelt, steht im Text oben.
Quellen
- Biografie · Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. remarque.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.remarque.de/de/der-mensch-remarque/biografie/
- Erich Maria Remarque Kurzbiographie in Daten. remarque-gesellschaft.de. Museum, Archiv oder Fachinstitution.https://www.remarque-gesellschaft.de/ueber-em-remarque.php
Stand der Quellen: 9. Oktober 2026.



